Eine sehr interessante Frage!

Über die Kostenübernahme von orthopädischen Schuheinlagen

Erst einmal eine gute Nachricht: Ja, die Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten für (→ gesundheitsfördernde) Schuheinlagen. Aber leider nur bis zu einem gewissen Maß. In der Regel übernehmen Krankenkassen bei Erwachsenen die Kosten für zwei Paar stützende, orthopädische Einlagen jährlich.

Wichtig ist dabei aber, dass der Arzt auf dem Rezept eine begründete Notwendigkeit für die Wechselversorgung vermerkt. So kann der Wechsel der Einlagen aus hygienischen Gründen anzuraten sein und deshalb im Rezept vermerkt werden (→ „Wechselversorgung von Einlagen aus hygienischen Gründen“).

Bei Kindern sieht die Situation hingegen anders aus.

→ Kinder erhalten Einlagen aufgrund des Wachstums der Füße so häufig wie nötig.

Besondere Situation bei sensomotorischen Einlagen

Einen besonderen Fall bildet die Kostenerstattung für propriozeptive (→ bzw. „sensomotorische“) Einlagen; sie sind teurer als herkömmlich stützende Einlagen. Bei sensomotorischen Einlagen besteht aber ebenfalls die Chance, dass Kosten im Einzelfall für Erwachsene auf Anfrage bzw. auf Basis eines Kostenvoranschlages erstattet werden. Der Kostenpunkt für sensomotorische Einlagen liegt häufig bei 150 bis 200€ pro Paar.

Zur Erinnerung:

Was genau sind noch einmal orthopädische und sensomotorische Einlagen?

Mit orthopädischen Einlagen lassen sich eine Vielzahl von unterschiedlichen Fußbeschwerden lindern. Spezifisch auf die jeweiligen Patientenfüße abgestimmt, vermögen sie so manch von Schmerz behafteten Fuß wieder zu entlasten. Die Einlagen sind dabei nicht umständlich zu verwenden, sondern können auf einfache Weise in bereits vorhandene Schuhe hinein gelegt werden.
Die Schuheinlagen werden dabei nicht nur immer aus demselben Material angefertigt; besonders die jeweils verfolgte Behandlungsabsicht des Arztes kann ausschlaggebend sein, ob als Material Leder, Gel oder andere Materialien verwendet wird. Zusätzlich betrachtet der behandelnde Arzt selbstverständlich auch das bereits vorhandene Schuhwerk.

Eine sensomotorische Einlage ist eine etwas modernere Erscheinungsform einer Einlage und zielt darauf ab, mit herbeigeführten (sensorischen) Impulsen verschiedene Muskeln und Muskelgruppen zu aktivieren. Unterschiedliche Krankheitsbilder (..besonders im Rahmen von orthopädischen Fehlstellungen) können hiermit unterstützend behandelt werden (z. B. Fersenspornprobleme).

Verwendete Quellen:

https://www.netdoktor.de/therapien/orthopaedische-einlagen/
https://www.test.de/Orthopaedische-Einlagen-So-gehts-besser-4980184-4980193/
http://www.einlagen-leipzig.de/wie-viele-schuheinlagen-zahlen-die-gesetzlichen-krankenkassen/
https://de.wikipedia.org/wiki/Sensomotorische_Einlagen